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Zwischen Flachs, Milch und Calvados: Junge Landwirtschaft auf Studienreise in der Normandie

  • Anita Sturm-Leithner
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

20 Jungbäuerinnen und Jungbauern machten sich im August im Rahmen einer Studienreise des Vereins Junge Landwirtschaft Österreich (JLW) auf den Weg in die Normandie. Fünf Tage lang standen landwirtschaftliche Betriebe, regionale Lebensmittelproduktion, Kultur und vor allem der Austausch mit der jungen Landwirtschaft vor Ort im Mittelpunkt.


„Mich hat es wieder gefreut, dass die Studienreise der JLW so gut angenommen wird. Jungbäuerinnen und Jungbauern aus ganz Österreich fahren mit und können sich so untereinander austauschen und gleichzeitig von den besuchten Ländern lernen“, betont JLW-Geschäftsführerin Anita Sturm-Leithner.


Den Auftakt bildete ein Stadtrundgang durch Caen. Am nächsten Tag besuchte die Gruppe einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Schwerpunkt Flachsanbau. Dabei erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spannende Einblicke in den Anbau und die Verarbeitung der vielseitigen Kulturpflanze. Anschließend ging es weiter zum beeindruckenden Mont-Saint-Michel, wo die Gruppe die historische Sehenswürdigkeit und die einzigartige Landschaft der Region erkundete.


Am folgenden Tag standen die D-Day-Strände und das Overlord Museum auf dem Programm. Danach führte die Reise nach Isigny-sur-Mer, wo die Gruppe die regionale Milchwirtschaft näher kennenlernte. Bei den Caramels d’Isigny erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in die Verarbeitung regionaler Milch, bevor ein Milchviehbetrieb besucht wurde, der Produkte mit der geschützten Ursprungsbezeichnung AOP Isigny herstellt.


Ein weiterer Schwerpunkt der Reise lag auf den kulinarischen Spezialitäten der Normandie. Bei der Fromagerie Graindorge konnte die Gruppe die Herstellung und Reifung traditioneller Käsesorten kennenlernen. Auf der Domaine de la Galotière folgten Einblicke in den Apfel- und Birnenanbau sowie in die Produktion von Cidre und Calvados. Abgerundet wurde der Tag mit einem Besuch bei Calvados Pierre Huet.


Besonders wertvoll war der Austausch mit Jungbäuerinnen und Jungbauern vor Ort. Gespräche über die landwirtschaftliche Praxis, betriebliche Herausforderungen und die Perspektiven der jungen Generation machten deutlich, dass viele Themen über Ländergrenzen hinweg verbinden. Auch CEJA-Delegierter der JLW Matthias Zehner hebt die Bedeutung dieses Austauschs hervor: „Besonders der fachliche Dialog mit anderen Junglandwirten ist wertvoll. Man sieht, dass die Herausforderungen sehr ähnlich sind und dass wir gemeinsam an Lösungen arbeiten können.“


Zum Abschluss führte die Reise nach Paris, wo die Gruppe das französische Landwirtschaftsministerium besuchte. Bei einem fachlichen Austausch erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in die Strukturen der französischen Landwirtschaft und diskutierten mit Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen.

Die Studienreise des Vereins Junge Landwirtschaft Österreich verband damit fachliche Einblicke, internationalen Austausch und gemeinsame Erlebnisse. Mit vielen neuen Eindrücken, interessanten Kontakten und neuen Perspektiven auf die Landwirtschaft ging es schließlich zurück nach Österreich. Wir freuen uns bereits auf die nächste Studienreise nach Südafrika, welche schon restlos ausgebucht ist.


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